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Bayerischer Wald

Bayerischer Wald - NaturZwischen Donau und Tschechien, Regensburg und Passau liegt Deutschland ältestes Mittelgebirge, der Bayerische Wald. Gesprochen wird vom Oberen Bayerischen Wald (Cham), dem Mittleren Bayerischen Wald (Regen/Zwiesel) und dem Unterem Bayerischen Wald (Grafenau/Freyung).

Schon früh erkannte man die Naturschönheit dieses Gebietes und errichtete den ersten international anerkannten Nationalpark Deutschlands, der neben einem Tierfreigehege auch 320 km gut beschilderte Wanderwege, 200 km ausgewiesene Radwege und 170 km gespurte Langlaufloipen besitzt.
Seit der Grenzöffnung überschreiten viele Wanderwege die Grenzen zum direkt anschließenden Nationalpark Sumava auf tschechischer Seite.

Im Mittleren Bayerischen Wald liegt die höchste Erhebung des Gebietes, der Arber mit 1456 m. Daneben gibt es noch den Falkenstein mit 1312 m und den Rachel mit 1453 m.
In zahlreichen Museen unBayerischer Wald - Berged Informationszentren erfährt man Interessantes über die Entstehung und Entwicklung des größten zusammenhängenden Waldgebietes Deutschlands.

In Richtung Regensburg - Passau wird der Bayerische Wald vom Pfahl durchschnitten, einer stabilen Quarzmauer, die teils oberirdisch, teils unterirdisch verläuft. Das Quarzvorkommen und der Waldreichtum bildeten lange Zeit die Grundlagen einer florierenden Glasindustrie. Das Können der Glasmacher kann auch heute noch vielfach in Glashütten besichtigt werden.

Eiszeitliche Überreste aus Granit und Gneis sind am Lusen (1373 m), der dritthöchsten Erhebung des Bayerischen Waldes, als große Steinblöcke sichtbar.
Granit war auch lange Zeit Grundlage eines lukrativen Wirtschaftszweiges. Dem Andenken der Steinhauer wurde in Hauzenberg ein Museum gewidmet.

Geschichtliches

Der Begriff Bayerischer Wald entstand erst im 19. Jahrhundert. Zur Römerzeit sprach man vom Nordwald, zu dem auch Böhmen gehörte. Dieser Nordwald war nur dünn besiedelt, aber von wichtigen Handelsstraßen durchzogen, den Säumerwegen, auf denen Salz nach Böhmen transportiert wurde.
Erst um das Jahr 1000 wurde ausgehend von den Klöstern Niederaltaich und Metten diese Gegend systematisch erschlossen.
Im 16., 17. und 18. Jahrhundert bildete die Glasindustrie, neben Landwirtschaft und Holzindustrie, eine wichtige wirtschaftliche Säule. Der Bayerische Wald blieb lange Zeit das „Armenhaus“ Bayerns, viele Pendler suchten Arbeit in den Großstädten. Erst mit der Gründung des Nationalparks kam es zu einem wirtschaftlichem Aufschwung.


Kirchdorf im Wald - Urlaub mitten im Bayerischen Wald